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Was nehmen wir mit?

Meine Uroma war und ist für mich ein großes Vorbild. Sie hieß Elisabeth und im Buch „Kirana an Mutti…“ hat sie die Rolle von Lottas Mutter übernommen. Ich danke ihr dafür, dass ich 19 Jahre von ihr lernen durfte. Wir lebten zusammen in einem Haus und ich verbrachte sehr viel Zeit mit ihr. Sie ist auch heute noch für mich da, wenn ich sie brauche.

Wenn ich als Kind mit Oma zum Einkaufen gegangen bin und habe schöne Dinge gesehen, z.B. eine Puppe die ich gerne haben wollte, dann strich meine Oma mir oft über den Kopf und sagte: „Brauchst Du das wirklich um glücklich zu sein? Kannst du das irgendwann mitnehmen?“ Als Kind verstand ich das nicht und wollte die Puppe trotzdem haben. Sie hat mir dann auch hin und wieder mal etwas gekauft. Wenn ich dieses Spielzeug dann irgendwann weggelegt habe, hat sie mich wieder gefragt: „Na, macht dich die Puppe jetzt nicht mehr glücklich? Weißt du: Ich habe dich und das macht mich wirklich jeden Tag glücklich.“

Erst ich ich älter wurde habe ich verstanden was sie mir damals erklären wollte: alle materiellen Dinge die wir uns im Laufe unseres Lebens so sehnlichst wünschen, ob Kleidung, Auto, Haus, Handy, etc., alle diese Dinge machen uns nicht wirklich glücklich, wenn wir sie dann endlich besitzen. Denn sie sind bald wieder schmutzig, kaputt oder wertlos.

Was wir aber wirklich auch in die jenseitigen Welten mitnehmen dürfen sind die Erinnerungen an die Menschen, die uns glücklich machten und die Liebe, die wir im Laufe unseres Lebens erhalten haben. Solch ein Mensch ist meine Uroma, deren Liebe mich auch heute noch umhüllt, wenn ich nur an sie denke.